Montag, 26. September 2016

Mein Herz und andere schwarze Löcher
Jasmine Warga

Genre: YA 

Veröffentlichungsdatum: 23. April 2015
Verlag: S. Fischer Verlage
Seiten: 384
Preis: 16,99  


Sterne: 2,5/5





Inhalt:
»Ich küsse ihn. Wir küssen uns! Ich versuche, mich nicht zu fragen, ob das nun richtig oder falsch ist. Mein Herz hämmert, und ich hoffe, dass sein Herz genauso wild klopft. Ich weiß, dass die Menschen einander seit tausend Ewigkeiten küssen, aber jetzt, in diesem Augenblick, fühlt es sich an, als wäre das Küssen ein Geheimnis, das nur Roman und ich kennen.«
Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben – sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe.

Eine Geschichte über zwei, die den Tod suchen – und die Liebe ihres Lebens finden

Gedanken:
Mein Herz und andere schwarze Löcher ist ein Buch über zwei Teenager, denen beiden schlimme Sachen widerfahren sind und die keinen Sinn mehr darin sehen, ihr Leben weiterzuführen. Aysel und Roman lernen sich auf einer Internetseite kennen, auf der sich Leute über das Thema Selbstmord austauschen und sie beschließen Selbstmordpartner zu werden.
Meine Meinung zu dem Buch ist sehr neutral, ich war weder super begeistert von der Geschichte, noch fand ich sie schlecht. Deshalb bekommt das Buch von mir auch 3 Sterne. Die Problematik Depressionen im Teenageralter finde ich gut thematisiert, auch die Beschreibung als „schwarze, dunkle Qualle“ kann ich sehr gut nachvollziehen. Trotzdem merkt man sehr stark dass die Charaktere erst 16 Jahre alt sind und noch einen sehr eingeschränkten Horizont besitzen. Manchmal möchte man sie einfach nur schütteln und sagen, denk doch mal weiter... Ich konnte mich nicht richtig mit Aysel identifizieren und war manchmal von ihrer anfänglich schroffen Art ein bisschen abgeschreckt. Ansich fand ich es aber spannend zu sehen, wie Aysel sich von Kapitel zu Kapitel weiterentwickelt. Roman war mir dagegen von Anfang an sympathisch und ich hatte das Gefühl, ihn manchmal einfach nur in den Arm nehmen zu wollen. Die Geschichte ist gut, hätte aber an manchen Stellen noch detaillierter sein können, so wirkten einige Schlüsselszenen recht kurz. Zusammengefasst eine Geschichte mit einem ernsten Thema, die aber viel Hoffnung vermittelt.

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